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Wir möchten uns bei allen Mitgliedern der Bürgerinitiative und allen Unterstützern ganz herzlich bedanken! Es gelang, dass sich die Firma aus unserer Region zurückzog. Ein neuer Interessent beziehungsweise Antrag zur Aufsuchung und spätere Förderung von Kohlenwasserstoffen liegt laut Auskunft des MELUR und des LBEG derzeit nicht vor.

Wir gönnen uns eine kleine Ruhepause, werden jedoch auch weiterhin sehr aufmerksam die weiteren Entwicklungen beobachten. Für Hinweise Ihrerseits, sollte sich an der derzeitigen Situation etwas ändern, wären wir sehr dankbar!

Wir bedanken uns vor allem auch bei den über 2 400 Unterstützern unserer Unterschriftensammlung und Petition an den Deutschen Bundestag für ein Frackingverbot und die Änderung des Bundesberggesetzes. Diese Petition und alle Unterschriftenlisten hatten wir im April 2015 an den Bundestag gesandt.

Am 09. Januar 2017 erhielten wir die Antwort des Petitionsausschusses, dass das Verfahren abgeschlossen und der Petition teilweise durch die neue Gesetzgebung entsprochen worden sei. Leider bewerten wir dies als unbefriedigendes Ergebnis, da ein wesentlicher Punkt unserer Petition auch war, dass die Interessen der Bevölkerung, des Umweltschutzes und Gesundheitsschutzes als über den Bergbauinteressen stehende deklariert werden sollten. Dies erfolgte nicht.

Es findet sich lediglich Folgendes im Antwortschreiben des Petitionsausschusses:Bezüglich unkonventioneller Lagerstätten und deren Ausbeutung „Um bestehende Kenntnislücken beim unkonventionellen Fracking zu schließen, sollen höchstens vier Erprobungsmaßnahmen ermöglicht werden. Diese müssen von den Bergbehörden im Einvernehmen mit den Wasserbehörden erlaubt werden. Zusätzlich müssen die Erprobungsmaßnahmen von den jeweiligen Landesregierungen befürwortet werden. (!!!)

Dabei muss die Landesregierung die Anforderungen aus den biologischen Besonderheiten des betroffenen Gebiets mit sonstigen öffentlichen Interessen abwägen….“

Bezüglich der konventionellen Förderung wurde seitens des Petitionsausschusses auf die Gesetzeslage verwiesen und die Einführung einer obligatorischen Umweltverträglichkeitsprüfung erwähnt. Ebenso „darüber hinaus besteht ein Vetorecht für die Wasserbehörden zu allen Maßnahmen der Bergbehörden zum Fracking sowie zur Versenkung des Lagerstättenwassers, sofern schädliche Gewässerveränderungen zu erwarten sind.“

Dies liest sich zunächst gut, jedoch gibt es zahlreiche Schlupflöcher und Spitzfindigkeiten, die teilweise nur einem Fachmann zugänglich sind.

Das heißt, es wird nach wie vor wichtig bleiben, dass alle Bewohner betroffener Gebiete aufmerksam sind und auch im Falle des Falles von den Behörden Aufklärung und den Schutz der Bürgerbelange einfordern!

Wie alles begann

Zur „Geschichte“ unserer Bürgerinitiative:

Im Juni 2014 fand in Westerhorn eine Informationsveranstaltung zum Thema „Fracking – Wie groß ist die Gefahr?“ statt.

Überrascht darüber, dass das Thema Fracking anscheinend alles andere, als „vom Tisch“ zu sein schien, nahmen wir an dieser Veranstaltung teil.

Unsere Annahme und auch Hoffnung, dass Fracking in unserer Gegend kein Thema mehr sei, dass wir hier im Auenland davon nicht betroffen wären, wurde während der Informationsveranstaltung schlagartig zerstört. Die alarmierende Realität wurde in aller Schärfe deutlich.

Das Thema Fracking betrifft uns mehr, denn je!

Die Firma PRD Energy GmbH hatte für das Gebiet zwischen Neumünster (nördliches Umland) und Barmstedt die Erlaubnis beantragt, nach Öl und Gas zu suchen. Die knappe Definition für das beschriebene Gebiet lautet „Erlaubnisfeld Bramstedt 1“.

Ein Erlaubnisfeld sollte unsere Region also plötzlich sein. Von ca. 800 km² unseres Holsteiner Auenlands waren plötzlich 657 km² als „Kohlenwasserstoffprovinz“ seitens der Firma deklariert worden.

Ebenso wurde eine Aufsuchungserlaubnis erteilt für das angrenzende „Erlaubnisfeld Elmshorn“ – welches von Glücksstadt bis an die Stadtgrenze von Hamburg sowie bis Nahe an Kaltenkirchen reichte.

 

Update August 2015: Auch wenn, amtlich bestätigt am 10.08.2015, die Firma PRD Energy GmbH ihre Erlaubnisse und Bewilligungen in Schleswig – Holstein zurückgegeben hat, so ist das Thema Fracking immer noch nicht vom Tisch! Der Bundestag und die Bundesregierung werden im September über die Ermöglichung von Fracking zu Forschungszwecken (und ab 2018 zur Förderung) abstimmen! Sollte dies angenommen werden, dann können Unternehmen fracken, erhielten noch finanzielle Unterstützung!

Wir sind jetzt eine Kohlenwasserstoffprovinz?

Unfassbar!

Jeder wünscht sich eine gesunde, lebenswerte und lebendige Welt. Jeder wünscht sich ein Zuhause, das mehr ist, als eine zu nutzende Um-Welt und das auch für unsere Kinder noch ein solches ist.

Wir waren zunächst einfach entsetzt. Kurz darauf wurde uns klar, dass wir etwas tun mussten – und auch tun können. Wir beschlossen, eine Bürgerinitiative zu gründen, um uns gegen die beabsichtigte Zerstörung der einzigartigen Landschaften, sowie die Gefährdung der Gewässer unseres Auenlandes zu wehren und so unsere Gesundheit und Lebensqualität zu schützen.

Während unserer ersten Recherchen erfuhren wir, dass in den Landschafts- und Regionalplanungen, Naturschutzperspektiven und Plänen der Landes- und Kreisämter vor allem die Energiewende und erneuerbare Energien, sowie der Klimaschutz und die Entwicklung umwelt- und gesundheitsfreundlicher Wirtschaftsstrukturen im Vordergrund stehen. Die Entwicklung des Tourismus, der Erhalt der Artenvielfalt, sowie der Erhalt lebenswerter und attraktiver Wohnorte sind dort als wesentliche Schwerpunkte aufgeführt. Der Verein AktivRegion Holsteiner Auenland e.V. hatte bereits 2013 die erste EU – Förderphase erfolgreich genau mit oben genannten Zielen umgesetzt.

Die Pläne der PRD Energy GmbH und auch aller anderen Unternehmen, im Holsteiner Auenland nach Öl- und Gas zu suchen, stehen in klarem Widerspruch zu den Entwicklungs- und Schutzzielen in unserer Region.

Diese sind nachzulesen. Einige finden Sie mit Hilfe der nachfolgenden Seiten:

http://www.schleswig-holstein.de/DE/Themen/E/erneuerbareenergien.html

http://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/T/tourismus/Tourismusstrategie.html

http://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/L/landesplanung_raumordnung/raumordnungsplaene/landesentwicklungsplan/neuer_landesentwicklungsplan.html
In Schleswig-Holstein kommt dem Grundwasser eine besondere Bedeutung zu, da der Trinkwasserbedarf hier vollständig aus dem Grundwasser gedeckt wird. Aber nicht nur deshalb ist es wichtig zu verhindern, dass Schadstoffe aus der Umwelt in das Grundwasser gelangen.
http://www.schleswig-holstein.de/DE/Themen/G/grundwasser.html

http://www.lwbv.de/lwbv/

http://www.schleswig-holstein.de/DE/Themen/E/ernaehrungswirtschaft.html

http://www.lksh.de/landwirtschaft/umwelt/umwelt-und-naturschutz/

http://www.alr-sh.de/

http://www.schleswig-holstein.de/DE/Themen/L/laendlicheraeume.html

http://www.aktivregion-holsteinerauenland.de/

http://www.holstein-tourismus.de/holstein/regionen-orte-holstein/holsteiner-auenland.html

http://www.kreis-pinneberg.de/pinneberg_media/Dokumente/Fachdienst+26/Naturschutzperspektive+2020.pdf

http://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/F/fluesse_baeche/massnahmen.html
http://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/F/fluesse_baeche/gewaesserunterhaltung.html

http://www.schleswig-holstein.de/DE/Themen/L/luftqualitaet.html

Wir entwarfen Flyer, um weitere Interessenten an einer Bürgerinitiative zu gewinnen und verteilten diese.

Am 05. August 2014 gründeten wir die „Bürgerinitiative frackingfreies Auenland – Initiative für eine lebenswerte Umwelt“. Knapp 300 Bürger waren unserer Einladung gefolgt und 70 erklärten sofort, dass sie aktiv mitarbeiten wollten.

SHZ – Artikel über die Gründungsveranstaltung

Seitdem haben wir viele Informationsveranstaltungen und Informationsstände sowie Aktionen durchgeführt. Auf unserer Mitgliederliste stehen für die beiden Erlaubnisfelder 364 Personen.

Wir haben drei regionale Gruppen gebildet – Horst/Elmshorn und Umgebung; Hörnerdörfer/Lutzhorn/Barmstedt und Umgebung; Bad Bramstedt/Neumünster und Umgebung – und diese treffen sich regelmäßig monatlich und organisieren regionale Veranstaltungen. Ebenso erfolgen regelmäßige Gesamttreffen. Darüber hinaus arbeiten wir im deutschlandweiten Netzwerk der Bürgerinitiativen mit und führen gemeinsam mit Verbänden, Parteien und Wählervereinigungen wie auch kirchlichen Vertretern, Vereinen und Bauern, Gemeinden und Städten gemeinsame Veranstaltungen und Aktionen durch.

An unserer Unterschriftenaktion im Jahre 2015 für ein generelles Frackingverbot nahmen 2135 Personen teil. Diese Unterschriften wurden zusammen mit einem offenen Brief an alle Bundestagsfraktionen gesandt. Die Forderungen werden zur Zeit vom Petitionsausschuss des Bundestages „bearbeitet“.

Wie groß ist die Gefahr? SHZ 14.06.2014
Wie groß ist die Gefahr? SHZ 14.06.2014
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