Erdölfeld Düste (Landkreis Diepholz): Bei Leckage traten 1,5 Kubikmeter Nassöl aus

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11.03.2016

Im Erdölfeld Düste des Unternehmens Wintershall Holding GmbH in der Gemeinde Eydelstedt (Landkreis Diepholz) hat sich am gestrigen Donnerstag (10.03.2016) ein Schaden ereignet. Bei einer Leckage trat eine Menge von 1,5 m³ Nassöl (95 % Lagerstättenwasser, 5 % Erdöl) aus. Der Betreiber informierte umgehend das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) über den Vorfall. Als zuständige Aufsichtsbehörde nahm das LBEG sofort die Ermittlungen zur Schadensursache auf und setzte sowohl die Gemeinde Eydelstedt als auch die Untere Wasserbehörde des Landkreises Diepholz in Kenntnis.

Unmittelbar vor dem Schadensereignis war bei einer Druckprüfung an der erdverlegten Nassölleitung eine Fehlfunktion des Erdschiebers auf dem Betriebsplatz festgestellt worden. Bei einer näheren Untersuchung durch das Personal lösten sich Teile von der Armatur, wodurch das Nassöl sprühnebelartig aus der angeschlossenen Leitung trat und einen Mitarbeiter im Gesicht und an den Augen verletzte. Der Mann wurde umgehend ärztlich behandelt.

Die Anlage wurde sofort in einen sicheren Zustand gebracht. Infolge der Leckage kam es allerdings zu einer Verunreinigung sowohl des Betriebsplatzes als auch angrenzender Flächen. Betroffen waren Teile der Gemeindestraße und ein Acker auf einer Fläche von ca. 300 m². Unter Aufsicht des LBEG wurde unverzüglich mit den Reinigungs- und Sanierungsarbeiten begonnen. Ein externer Gutachter begleitet die Arbeiten. Der Sachschaden aufgrund der Sanierung wird auf ca. 50.000 Euro geschätzt.

Hintergrund Nassöl:
Als Nassöl wird Erdöl bezeichnet, das durch eine Erdölbohrung gefördert wird. Es ist ein Gemisch aus Rohöl und Lagerstättenwasser. In Norddeutschland kann der Anteil des Lagerstättenwassers bei über 90 % liegen. Wegen der unterschiedlichen Fließeigenschaften von Erdöl und Lagerstättenwasser kommt es im Laufe der Förderung dazu, dass immer mehr Lagerstättenwasser und immer weniger Erdöl gefördert wird.

Beachten Sie auch den Artikel aus der Neuen Osnabrücker Zeitung

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