Defekte Lagerstättenwasserleitung im Erdölfeld Sinstorf – Lagerstättenwasser in Oberflächengewässer ausgelaufen

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Update: Wie Betriebsleiter Ralf Meyer auf Nachfrage mitteilte, hätten etwa gleichzeitig die Mengendifferenzüberwachung einen Mengenverlust dieser Leitung und ein Spaziergänger an einem Leitungspfahl eine Stelle am Boden gemeldet, aus der Flüssigkeit quoll. Laut Bergaufsicht sei »etwa 1m³« ausgetreten; tatsächlich wisse man aber noch nicht, wieviel Lagerstättenwasser tatsächlich ausgetreten ist, so Meyer.
Wie Meyer weiter sagte, sei die weitere Einleitung von Lagerstättenwasser in dieser Leitung sofort abgestellt, die Leitung mittlerweile leergemolcht und vom System getrennt worden. Als nächstes sollen rund 200 Meter der Leitung (HDPE-Rohr mit einer Wandstärke von 12,5 mm, vor ca. 13 Jahren verlegt in dem GfK-Rohr, das bis dahin das Lagerstättenwasser transportierte) gezogen und die Leckstelle gefunden werden. Anschließend soll das defekte Rohrstück von einem Labor für Werkstoffkunde in Hannover untersucht werden, um eine Erklärung für den unerwarteten Schadensfall zu erhalten.
Diese PE-Leitung sei gemäß der Prüfung des TÜV Nord für den Einsatz in diesem Feld geeignet, so Meyer. Das Lagerstättenwasser enthielte weder Quecksilber noch andere Stoffe wie z. B. Benzol in Konzentrationen, die die Leitung nicht sicher halten könnte. Die BTEX-Werte lägen unter dem Grenzwert, ab dem die Stoffe durch die Leitungswand diffundieren könnten.
Die jetzt leckgeschlagene PE-Leitung sei die einzige ihrer Art, die GdF Suez E&P Deutschland GmbH betreibe, sagte Meyer. Im Erdöl-Fördergebiet Allermöhe-Reitbrook auf Hamburger Staatsgebiet seien zum Transport von Lagerstättenwasser bzw. Nassöl ausschließlich doppelwandige PE-Stahl-Rohre verlegt.

Quelle: bohrplatz.org

 

04.02.2016

An einer Lagerstättenwasserleitung des Hamburger Betriebs der GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH im Erdölfeld Sinstorf ist durch eine Leckage etwa 1m³ Lagerstättenwasser (Hintergrund siehe unten) ausgetreten. Der Schaden war an einer Rohrleitung auf niedersächsischem Gebiet im Bereich der Autobahnmeisterei Hittfeld im Landkreis Harburg aufgetreten. Teile des Lagerstättenwassers liefen in einen benachbarten Entwässerungsgraben. Der Schaden wurde am Nachmittag des gestrigen Tages (03.02.2016) entdeckt. Der Betreiber informierte das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) über den Vorfall. Das LBEG nahm als zuständige Aufsichtsbehörde unverzüglich die Ermittlungen zur Schadensursache auf und informierte zugleich die Untere Wasserbehörde des Landkreises.

Der Schaden war aufgrund einer Störmeldung im Prozessleitsystems registriert worden. Unmittelbar nach der Schadensfeststellung wurden erste Sofortmaßnahmen eingeleitet. Die Leitung wurde abgesperrt und druckentlastet. An der Austrittsstelle wurde ausgetretenes Lagerstättenwasser abgesaugt.

Zur genauen Ermittlung des Schadens wurden unabhängige Gutachter eingesetzt. Die Sachverständigen sollen sowohl die defekte Rohrleitung als auch den Untergrund im Bereich der Austrittsstelle näher untersuchen. Ob weitere Maßnahmen erforderlich werden, hängt von den Untersuchungsergebnissen ab. Sämtliche Maßnahmen werden im Rahmen der Bergaufsicht vom LBEG kontrolliert.

Quelle: LBEG

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