kein Konzept zur Entsorgung von Sondermüll und Abwasser aus der Gasproduktion

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Die Entscheidung über das Fracking-Gesetz steht nach wie vor aus. Deshalb herrscht auch in Völkersen derzeit Stillstand, was Fracking anbelangt. Ein weiteres Thema, das den Bürgerinitiativen in der Region sauer aufstößt, ist das Lagerstättenwasser, das bei der Erdgasförderung als Abfallprodukt anfällt und mit Benzol, Schwermetallen und Salz belastet ist. „Wo bleiben wir damit?“, fragt sich auch der Langwedeler Bürgermeister Andreas Brandt. „Das Lagerstättenwasser wird momentan in die Erde verpresst.“

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Niedersachsen: Es gibt kein Konzept zur Entsorgung von Sondermüll und Abwasser aus der Gasproduktion, berichtet der Weser-Kurier. Mit dem Gas und dem „Lagerstättenwasser“ treten weitere Stoffe aus dem Untergrund zutage: 8000 Tonnen Salz allein im Gasfeld Völkersen – Schwermetalle, Kohlenwasserstoffen (BTX und MKW) – Brisant ist die Aussage Blei und QUECKSILBER könnten „weiterverarbeitet“ werden. Für Quecksilber gibt es ein internationales absolutes Exportverbot seit 2011 und niemand braucht die etwa 20 Tonnen des Giftes, die jährlich als „Nebenprodukt“ des Gases als hochgiftiger Sondermüll anfallen.

Kein Konzept, wohl wahr. Und das, obwohl das Problem seit Jahren diskutiert wird: „Wir werden die Versenkbohrstellen neu bewerten“, sagte jetzt Klaus Söntgerath, Abteilungsleiter im Landesamt für Bergbau, Energiewirtschaft und Geoinformationssystem (LBEG), im Umweltausschuss des Landkreises. [Weser-Kurier, 27.6.13 -Bergamt-will-Fracking-ueberpruefen-]

Um mal ein Gefühl dafür zu bekommen, um welche Mengen es sich jetzt schon handelt – vor dem Fracking-Boom, der hierzulande geplant ist, wenn es nach gewissen Leuten geht – eignet sich folgendes Zitat aus derselben Quelle:
Ob es denn technisch möglich sei, das Lagerstättenwasser zu reinigen, fragte die CDU-Abgeordnete Gabriele Hornhardt. Söntgerath bejahte dies, gab aber zu bedenken, dass bundesweit jährlich elf Milliarden Liter dieser Abwasser entsorgt werden müssten. „So lange es rechtlich möglich ist, werden die Unternehmen das Lagerstättenwasser versenken“, sagte er.

(kommentiert von cs, bohrplatz.org)

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