Erdbeben in Bothel – Epizentrum bei Erdgasfeld – Stärke 1,9

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14.8.

Erdbeben

Erdbeben in Bothel – Epizentrum bei Erdgasfeld
Bei einem Erdgasfeld im Landkreis Rotenburg hat der Niedersächsische Erdbebendienst (NED) nach eigenen Angaben am Freitagmorgen ein leichtes Erdbeben registriert. Das Epizentrum habe ersten Erkenntnissen zufolge am Rande des Erdgasfeldes Rotenburg-Taaken in der Gemeinde Bothel gelegen. Ein Zusammenhang mit der Erdgasförderung sei wahrscheinlich, so der NED im Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie. Ein Erdbeben der Stärke 1,9 führt laut NED nur zu leichten Erschütterungen.
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Erdbeben-in-Bothel-Epizentrum-bei-Erdgasfeld,erdbeben310.html

Das Epizentrum (Ort des Erdbebens) liegt nach ersten Erkenntnissen in der Gemeinde Bothel, im Randbereich des Erdgasfeldes Rothenburg/Taaken. Etwa fünf Kilometer südöstlich wurden in den Jahren 2004 und 2012 bereits vier seismische Ereignisse registriert. Der NED stuft einen Zusammenhang mit der Erdgasförderung daher als wahrscheinlich ein.

http://www.lbeg.niedersachsen.de/aktuelles/pressemitteilungen/titel-136216.html

 

Auch wenn es kein „großes Erdeben wie in Syke 2014 war – dennoch ein weiterer Beweis für die Unkontrollierbarkeit der Folgen von Gas-/Ölbohren in der dafür strukturell ungeeigneten norddeutschen Tiefebene – die Untersuchung vom BGR,
Dort wird im letzten Abschnitt in schönstem Geologendeutsch nichts anderes resümiert, als dass man eigentlich alle Bohrungen sofort stoppen müsste:

„Es deutet sich vielmehr an, dass die Druckabsenkung in der Lagerstätte, die infolge der
Erdgasförderung über einen langen Zeitraum stattfindet, zu einer Kompaktion des Gebirges
im Bereich der Lagerstätte und in deren Randbereichen zum nicht gasführenden Gebirge
führt. Dabei findet im Übergangsbereich zu Formationen mit nur geringer oder fehlender
Kompaktion ein Spannungsaufbau statt, der bei einer Überschreitung der Scherfestigkeiten
zu einem plötzlichen Spannungsabbau und damit zu Seismizität führen kann. Wir gehen
daher von einem sehr wahrscheinlichen Zusammenhang zwischen dem Erdbeben und der
Erdgasförderung auf Grund der Druckabsenkung in der Lagerstätte und einem damit
verbundenen Spannungsaufbau durch differentielle Kompaktion aus. Gestützt wird diese
Sicht des Zusammenhangs durch die Bestimmung der Tiefenlage des Bebens im Bereich
des Förderhorizontes und die für Ereignisse in den norddeutschen Erdgasfördergebieten
typischen Abschiebungsmechanismen

Auszug aus Mitteilung von Kathrin Otte
Stellvertretende Vorsitzende GENUK e.V.  http://www.genuk-ev.de/

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