Grafschaft Bentheim – Rohr geplatzt: Öl-Unfall wirft Sicherheitsfragen auf – Wegen maroder Rohrleitungen sind hier am Wochenende 150.000 Liter wassergefährdender Flüssigkeiten ausgetreten

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1.7.2014 Rohr geplatzt: Öl-Unfall wirft Sicherheitsfragen auf
Osnabrück. Wie sicher ist die Erdöl-Förderung in Niedersachsen? Ein Vorfall in der Grafschaft Bentheim lässt Zweifel aufkommen. Wegen maroder Rohrleitungen sind hier am Wochenende 150.000 Liter wassergefährdender Flüssigkeiten ausgetreten.
Kein Einzelfall, wie der Blick auf die Internetseite des zuständigen Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) zeigt. Hier dokumentiert die Behörde Schadensfälle der vergangenen Jahre. Seit 2012 kam es auf dem jetzt erneut betroffenen Erdölfeld Georgsdorf in der Grafschaft Bentheim demnach zu neun Zwischenfällen.
Wie der Betreiber, US-Konzern Exxon-Mobile, nach dem Zwischenfall mitteilte , war das geplatzte Rohr Teil eines 40 Kilometer langen Leitungsnetzes, das seit Anfang des Jahres erneuert wird. Kostenaufwand: 30 Millionen Euro. Ein Vertreter des LBEG sagte den „Grafschafter Nachrichten“, dass bei Exxon dringender Handlungsbedarf bestünde, da sich immer wieder Zwischenfälle ereignet hätten.
Nach unseren Informationen haben die Transportflüssigkeiten die Leitungen über die Jahre marode werden lassen. Der Salzgehalt soll derart hoch sein, dass die Rohre korrodieren. Unklar ist bislang, ob die ungeeigneten Leitungen auch auf anderen Erdölfeldern zum Einsatz kommen, wie beispielsweise im Emsland oder im Landkreis Diepholz. Auch hier verzeichneten die Behörden in den vergangenen Jahren immer wieder Zwischenfälle, ganz ähnlich denen in der Grafschaft Bentheim. So leckte beispielsweise 2013 auf dem Erdölfeld Rühlermoor eine unterirdische Leitung, 1200 Liter sogenanntes Nassöl traten aus. Betreiber ist hier ebenfalls Exxon Mobil.
248.000 Liter ausgetreten
Wie das LBEG auf Anfrage unserer Zeitung erklärte, gab es allein 2013 insgesamt 14 meldepflichtige Ereignisse, bei denen 248.000 Liter schädliche Flüssigkeiten austraten. In aller Regel handelte es sich dabei um sogenanntes Lagerstättenwasser, das zu einem gewissen Teil aus Rohöl besteht. In der Konsequenz muss die Umgebung der Austrittsstelle in aller Regel großflächig saniert werden.

Quelle: niedersachsen – rohr-geplatzt-ol-unfall-wirft-sicherheitsfragen-auf

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