Benzolverseuchtes Wasser im Erdreich – erst 2 Monate später veröffentlicht

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„Langwedel-Völkersen. Durch eine technische Panne ist auf der Erdgasförderstelle Z1 der RWE Dea in Völkersen mit Benzol verseuchtes Wasser in das Erdreich gelangt. Der kontaminierte Boden ist gleich nach der Entdeckung des Schadens ausgehoben worden. Das Wasser muss dagegen noch so lange abgepumpt werden, bis ein Wert von fünf Milligramm Benzol pro Liter erreicht ist. Derzeit sind es 3000 Milligramm. Eine Gefährdung der Bevölkerung schließt Sven Burmester, Leiter des Förderbetriebs Niedersachsen, aus.

Der Zwischenfall hat sich bereits vor zwei Monaten ereignet: In der Leitung, in der das bei der Erdgasförderung anfallende sogenannte Lagerstättenwasser transportiert wird, versagte ein Absperrschieber. Es entstand ein Leck. Wie viel schadstoffbelastetes Wasser ausgetreten ist, kann Sven Burmester nicht genau sagen. „Vielleicht 30 bis 40 Kubikmeter“, schätzt er. Die unbemannten Förderstellen würden alle „ein bis zwei Tage“ kontrolliert, dabei sei die Panne entdeckt worden.

Nach Angaben des Betriebsleiters werden die Anlagen auch fernüberwacht. In der Messwarte seien aber keine alarmierenden Meldungen angekommen. …

Spezialisierte Mitarbeiter hätten Erstmaßnahmen ergriffen und dabei wegen der erhöhten Benzolkonzentrationen Atemschutz getragen.

Bekannt geworden ist der Vorfall gestern durch eine Anfrage der BUND-Kreisgruppe an den Landkreis Verden, die auch dieser Zeitung vorliegt. Rotenburger Naturschützer hatten ihren Kollegen in Verden einen anonymen Brief zukommen lassen, in dem auf den Defekt in der Leitung hingewiesen wird. Darin steht auch, dass „Mitarbeiter des Gasschutzes der RWE Dea die Feuerwehr Völkersen zur Hilfeleistung“ hätten anfordern wollen, dies aber untersagt worden sei. Sven Burmester: „Davon weiß ich nichts.“

Nach seiner Darstellung ist vom Austritt des kontaminierten Wassers eine zirka acht mal zehn große Fläche betroffen. Hier habe man den Boden bis zu einer Tiefe von rund 1,80 Meter ausgehoben. Die Leitung mit dem Lagerstättenwasser verlaufe etwa 1,50 Meter unter der Erdoberfläche. Die Wasserleitung sei inzwischen repariert und seit einer Woche wieder in Betrieb. Das benzolverseuchte Wasser werde in einer Art Trichter gesammelt, damit es sich nicht ausbreiten könne.

Seit zwei Monaten würden jeden Tag rund 60 Kubikmeter mit Tanklastern abgefahren, so Burmester. Dieses Verfahren werde in voraussichtlich zwei Wochen durch eine „hydraulische Sanierung“ ersetzt: Die Kontaminationen würden dann vor Ort durch eine mit Aktivkohlefiltern arbeitende Anlage ausgewaschen….“

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